Agenda 21

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Global denken - lokal handeln

Wir sind zwar noch keine Agenda - Schule, aber schon seit Jahren (mindestens 20!) machen wir Projekte, die unter dieses "Etikett"  fallen. Seit 2000 gehört das WGE zu den "Umweltschulen Europas" mit den Projekten 
  • Naturnahe Gestaltung des Schulgeländes (Hecken, Schulgarten, grünes Klassenzimmer, Teiche, Siek, Fassadenbegrünung, Trockenmauer etc.) 
  • Naturschutz und Forschung vor Ort, z.B. am Hücker Moor
  • Partnerschaft mit Burkina Faso (Afrika)
  • Energiesparen in der Schule
  • Unterstützung des Projekts "Straßenkinder von Quito" (Chilibulo)

Letztlich hervorgegangen ist diese Web - Seite aus einem Comenius - Projekt "Das Meer und seine Einflüsse", bei dem wir uns auf das Schwerpunkt "Meeresbiologie /Klima" festgelegt haben. Die aus diesem Projekt weiterentwickelten Ergebnisse finden Sie auf der Navigationsleiste und unter "Überblick"
 

Worum geht es?

Das wir vielleicht am deutlichsten, wenn man sich die Zerstörungsbilanz eines einzigen Tages ansieht:
  • Vernichtung von 55.000 Hektar Tropenwald
  • Abnahme des Ackerlandes um 20.00 Hektar
  • Aussterben von 100 bis 200 Arten
  • Belastung der Atmosphäre durch 60 Millionen Tonnen CO2

Die Liste ließe sich beliebig fortführen. Die sozialen, politischen, ökologischen und ökonomischen Folgen sind täglich in immer wieder neuen Beispielen in den Nachrichten zu verfolgen.
 

Eine Welt

Die ökologischen Probleme sind aber immer auch untrennbar mit den sozialen verbunden. Die Entwicklungsländer haben daher mit Recht darauf hingewiesen, dass ca. 20 % der Weltbevölkerung etwa 80 % aller Ressourcen verbrauchen.

Außerdem haben wir es genauso gemacht: Auch wir in Mitteleuropa haben unsere Wälder abgeholzt; die Städtenamen mit der Endung -hagen (Stadthagen, Steinhagen) weisen noch heute darauf hin. Wir hatten einfach nur Glück, dass unsere Böden und unser Klima das mitgemacht haben.

Auch wir haben im 19. Jahrhundert rücksichtslos industrialisiert, nur waren wir damals noch die ersten und nicht ganz so viele.


Was tun?

Um aus diesem Dilemma der ungeheuren Komplexität und den daraus resultierenden gegenseitigen Schuldzuweisungen herauszukommen haben sich alle Staaten 1992 zu einer gemeinsamen Konferenz in Rio getroffen, um genau diese Probleme und Vernetzungen auf die Tagesordnung  zu setzen: 
Daher der Name Agenda 21, "Das zu Behandelnde/Die Tagesordnung" für das 21. Jahrhundert. 

Man sieht, es ist ein sehr anspruchsvolles und schier aussichtsloses Unterfangen, und um es einigermaßen handhabbar und verhandelbar zu machen, hat man sich auf vier große Teilbereiche geeinigt:

  • Teil 1: Soziale und wirtschaftliche Dimension
  • Teil 2: Erhaltung und Bewirtschaftung der Ressourcen für die Entwicklung (hierunter fällt auch unser Aspekt "Klima")
  • Teil 3: Stärkung der Rolle wichtiger Gruppen (Rolle der Frau, Minderheiten, NGOs etc.)
  • Teil 4: Möglichkeiten der Umsetzung

Sustainable Development

Sei Rio geht das Schlagwort "Sustainability" durch die Medien. Es hat eine gute deutsche Übersetzung mit einem Begriff aus der Forstwirtschaft: "Nachhaltigkeit". Damit ist gemeint, dass man nur so viel Holz einschlagen kann, wie auch wieder in einer Generation nachwachsen kann. Oder eben nur das ausgeben kann, was man in der Kasse hat. Oder dass wir diese Erde nur von unseren Kindern geborgt haben. 
Wie auch immer, wie beim Kindergeburtstag geht es um die Verteilung der leckeren Torte, und jeder hätte gerne ein Stückchen mehr. Manche wollen noch mehr wie z.B. die Vereinigten Staaten: Obwohl sie mit ca. 4% der Weltbevölkerung gut 25 % der Energie verbrauchen haben sie lapidar die Unterzeichnung des Kyoto - Protokolls (eine Folgekonferenz von Rio) mit der Begründung abgelehnt, es schade der amerikanischen Wirtschaft und widerspreche dem "American Way of Life". 
Trotzdem ist im November 2001 im marokkanischen Marakesch eine Einigung über die Reduzierung des CO2 - Ausstoßes zustande gekommen. Ein Kompromiss zwar, aber ein Anfang war gemacht - leider sind die USA dann doch wieder ausgestiegen. Daran hat sich bis 2006 auch nichts geändert
 

"Look, son, we're aware of the problems 
besetting our society. 
We're working on them."

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