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LITERARISCHES SCHREIBEN AM WIDUKIND-GYMNASIUM - SEIT 1981

 

 

Gedicht des Monats Dezember 2017



Appell an eine Göttin

Oh, Göttin der Vernunft
deren Namen viel zu heilig
Ich begehre eure Zunft
und erbitte euren Beistand eilig

Drum steigt herab zu mir, madonnenhaften Maid
und beglücket mich mit eurem Rat
Ich schwöre euch den Treueeid
und befolge ihn mit jeder Tat

Ich ward verführt
von einem Mann
der von Schönheit sprach
und von Liebe sang
Ein Junker der mir den Hof gemacht
so edel und rein, dass ich gedacht
ein Engel hätt mich berührt

Nun versteht,
geschmeichelt von des Wortes Klang
vergessen waren
Stellung und Rang
ließ mich vollkommen auf ihn ein
ich liebte ihn und wurde sein
ohne zu sehen, wohin er geht

Nun ist er fort
und ich allein
war ich doch einst
ein Mädchen rein
die zarte Blüte ist verwelkt
und meine Welt in sich zerfällt
Für mich gibt es keinen Ort

Sprecht,
was soll ich nur tun?
Denn ohne ihn
kann mein Herz nicht ruh‘n
Ich empfinde Hass und Liebe
bin Gefangene meiner Triebe
um mein Wohl steht´s schlecht

Mein Geist ist von ihm besessen
und ich tu alles, wenn ihr mich befreit
bitte zeigt Erbarmen
und ein wenig Menschlichkeit

So erlöset mich von diesem Mann
und gebt mir einen Sinn im Leben
so dass ich ihn vergessen kann
Und meine Sünde sei vergeben

Jana Lengwenus

 

 

Ältere Gedichte des Monats gibt es hier zum Nachlesen.